Jedes Kind ist  einzigartig wie ein Edelstein

Es wird uns geschenkt mit einmaligen Anlagen, geboren in seine ganz eigene Umwelt und hat die Freiheit, für sich zu entscheiden, welchen Weg seine Strahlen gehen.

Schwerpunkte unserer Konzeption haben wir hier zusammengefast:


Achtsamkeit und Wertschätzung

 „Schön, dass du da bist!“

Diesen Satz schenken wir jeden neuen Morgen jedem einzelnen Kind. Denn jeder Tag ist ein neuer Anfang. Das Kind darf kommen, so wie es ist. Es wird dort abgeholt, wo es steht. Inklusion heißt bei uns im Waldkindergarten, dass jedes Kind eine Bereicherung ist und bedingungslos gewertschätzt wird.

Ethische Bildung und Feste

Unser Wald- und Naturkindergarten Edelstein ist eine konfessionsübergreifende Einrichtung. Bei uns ist jeder Mensch egal welcher Kultur, Religion und Weltanschauung, die mit unserem Grundgesetz und der Bayerischen Verfassung vereinbar ist, herzlich willkommen. Wir sehen respektvoll und wertschätzend andere Kulturkreise als Bereicherung an und sind offen für Vielfalt. Deshalb ist eine enge Zusammenarbeit mit den Familien für uns eine Selbstverständlichkeit.
Wir verdeutlichen des Jahreslauf mit veschiedenen Festen und Feiern im Jahreskreis. Diese gestalten wir gemeinsam mit den Kindern und Familien. So feiern wir zum Beispiel: Sommer und Wintersonnwend, Fasching und Ostern, St. Martin und Erntedank....

Beziehungen

Emotionalität, soziale Beziehungen und Konflikte

Um Kinder in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung unterstützen zu können, ist es von besonderer Bedeutung, dass eine Basis des Vertrauens zwischen den pädagogischen MitarbeiterInnen und dem Kind geschaffen wird. Hierbei leistet die Natur große Hilfe. Beim Aufenthalt im Freien gelingt es sehr schnell Kontakte zu knüpfen. Das Spiel in der Natur begeistert die Kinder so sehr, dass ihre Ängste in den Hintergrund treten und sie auf Grund dessen ungezwungener auf andere zugehen und sich mit Leib und Seele dem Spiel widmen können. Im Laufe des Kindergartenjahres entstehen zwischen einzelnen Kindern intensivere Kontakte und es werden tiefer gehende Freundschaften geschlossen.

In einer Kindergartengruppe treffen viele Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle der einzelnen Kinder zusammen. Immer wieder müssen Kinder - zu Gunsten anderer - eigene Bedürfnisse zurückstellen. Dies fällt ihnen oft noch schwer und löst Gefühle wie Wut, Verzweiflung, Trauer, Zorn usw. aus. Mit Unterstützung, viel Verständnis und dem Trost eines Erwachsenen oder anderer Kinder gelingt es ihnen jedoch, diese zu bewältigen. In solchen Situationen lernt das Kind seine Gefühle zu verstehen, zu äußern und mit ihnen umzugehen. In der Gemeinschaft erlebt das Kind aber nicht nur negative sondern auch positive Gefühle wie Freude, Zugehörigkeit, usw. Das Wichtigste am Waldkindergarten ist es wohl, dass die Kinder ihre Gefühle fast uneingeschränkt zum Ausdruck bringen können. Denn im Wald stört es nur selten, wenn ein Kind vor Freude herumspringt und jubelt, vor Wut schreit oder seine Aggressionen im wilden Lauf abreagiert.

Der Aufenthalt im Wald fordert von den Kindern eine Vielzahl von sozialen Kompetenzen. So müssen sie beispielsweise auf dem Weg zum jeweiligen Platz an den Haltestellen aufeinander warten, sich in demokratischen Abstimmungen auf einen Platz einigen, aufeinander achten und einander helfen. Während der Freispielzeit entwickeln sich immer wieder Projekte, in denen mehrere Kinder zusammen helfen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Beim Bau eines großen Lagers beispielsweise fallen verschiedene Aufgaben an. Einige Kinder besorgen das Material, andere fungieren als Architekten, Innenausstatter oder können gut mit Werkzeug umgehen. Dabei erleben alle, welche Vorteile eine gemeinsame Aktion hat und wie viel Spaß sie machen kann.

Natürlich kommt es in einer Gruppe von Kindern immer wieder zu Konflikten. Aufgabe der Kinder ist es, Konflikte lösen zu lernen und Kompromisse zu schließen. Je nach Alter und sozialer Kompetenz des jeweiligen Kindes ist die Unterstützung durch Erwachsene nötig. Ziel des pädagogischen Personals ist, die Kinder dahingehend zu motivieren, eigene Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle zum Ausdruck zu bringen und anderen Kindern zu zuhören -  sie zu verstehen, um dann gemeinsame Lösungen für auftretende Konflikte zu finden. Dies kann auf unterschiedlichste Weise gelingen. Bilderbücher können den Kindern mögliche Lösungen und Verhaltensweisen aufzeigen, Rollenspiele können gewonnene Erkenntnisse vertiefen und Gespräche können die Kinder unterstützen.

Unsere Prämisse: „Jedes Gefühl ist erlaubt, aber nicht jedes Verhalten!“